Seit einem Jahr wartet Faultier Carlo auf Gesellschaft in seinem Gehege im Zoo Hoyerswerda – jetzt ist es endlich so weit: Heute ist Faultier-Dame Carla eingezogen und buhlt nun um die Gunst des Gatten.

Im niederländischen Affenzoo Apenheul geboren, machte sich die einjährige Zweifingerfaultierdame am Montag auf den Weg in die Lausitz, wo sie am Donnerstag ankam. „Wir haben erst vor drei Wochen davon erfahren, dass wir sie aufnehmen können. Die Freude ist natürlich riesig groߓ, bestätigt Pressesprecherin Stefanie Jürß.

Faultier-Damen sind selten und begehrt

Über ein Jahr hatte man schon auf Faultier-Männchen Carlo gewartet. Der lebt nun seit einem Jahr im Zoo Hoyerswerda und ist prompt zum Publikumsliebling geworden. Seitdem suchte man allerdings auch nach einer geeigneten Partnerin.

„Da viele Zoos und Tierparks ein Faultierweibchen suchen, haben wir nicht damit gerechnet, jetzt schon eine geeignete Partnerin für ihn zu bekommen “, sagt sich Eugène Bruins, Zoologischer Leiter.

Glück im Unglück für Faultier-Dame Carla

Carla ist erst ein Jahr jung und war fester Teil einer glücklichen Faultier-Familie – bis zur Geburt ihres Geschwisterchens. „Mit dem neuen Jungtier wurde Carla allerdings von ihrer Mutter Inga verstoßen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Zoos.

Für Carla könnte es Glück im Unglück gewesen sein, denn jetzt darf die Faultierdame in Hoyerswerda den, hoffentlich, siebten Himmel betreten. Ob das zwischen Carlo und ihr wirklich was wird, steht nämlich noch nicht fest: „Die Chemie zwischen den beiden muss schon stimmen. Aber in der Paarungszeit klappt das bestimmt.“

Nachwuchs kommt hoffentlich in zwei Jahren

Bis die beiden Faultiere geschlechtsreif sind, dauert es eh noch eine Weile. Das passiert nämlich erst in einem Alter von zwei bis drei Jahren. „Mit Nachwuchs kann der Zoo frühesten in zwei Jahren rechnen. In der Zeit können sich die Beiden ganz langsam an einander gewöhnen“, erklärt Stefanie Jürß.

Sollte der Haussegen bei den Faultieren mal schief hängen, ist auch das kein Problem. Insgesamt vier Schlafhöhlen gibt es in dem Gehege – Raum genug also, um auch in getrennten Betten zu schlafen.