Hinweise auf Unzulänglichkeiten im Landesamt für Verfassungsschutz bei der Beobachtung der Organisierten Kriminalität habe es bis Mitte 2007 nicht gegeben. "Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt nicht an der sachgerechten Arbeit im Landesamt gezweifelt", sagte Buttolo. Es habe keine Anzeichen gegeben, "dass irgendwas nicht korrekt bearbeitet wurde". Die tatsächlichen Probleme im Geheimdienst seien erst nach dem Wechsel an der Spitze des Landesamtes im Sommer 2007 zutage getreten. "Die neue Führung hat schnell Licht in das Gewirr gebracht", sagte der Minister, der seit Ende November 2005 im Amt ist. Buttolo untermauerte in seinem die Auffassung der Regierung und externer Gutachter, dass es im Verfassungsschutz-Referat für Organisierte Kriminalität (OK) schwerwiegende Mängel gab. In einem Teil der Akten sei "der Weg des sauberen Arbeitens verlassen worden", hob Buttolo auf den Umgang mit Quellen ab. dpa/mb