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Bustragödie: Drei Hoyerswerdaer unter den Opfern

Experten der Polizei arbeiten am 03.07.2017 in Münchberg (Bayern) an der Unfallstelle auf der Autobahn A9 neben dem Gerippe eines Busses (r) und des Anhängers eines Lkw. Bei dem schweren Busunfall auf der Autobahn 9 in Oberfranken sind nach Erkenntnissen der Polizei vermutlich 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies bestätigte ein Sprecher am Montag. 30 der 48 Insassen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer.
Experten der Polizei arbeiten am 03.07.2017 in Münchberg (Bayern) an der Unfallstelle auf der Autobahn A9 neben dem Gerippe eines Busses (r) und des Anhängers eines Lkw. Bei dem schweren Busunfall auf der Autobahn 9 in Oberfranken sind nach Erkenntnissen der Polizei vermutlich 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies bestätigte ein Sprecher am Montag. 30 der 48 Insassen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. FOTO: Nicolas Armer (dpa)
Hoyerswerda/Münchberg. Der Schock über das Busunglück in Oberfranken sitzt in der Lausitz tief. Die meisten Opfer kommen aus der Oberlausitz. Christian Taubert und Catrin Würz

So hat der Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda Stefan Skora mit großer Betroffenheit auf die Nachricht reagiert, dass sich auch drei Mitbürger der Stadt unter den Todesopfern befinden. Dabei soll es sich um ein Ehepaar und eine weitere Frau handeln. "Mein und unser Mitgefühl gilt deren Angehörigen, denen wir in diesen schweren Stunden auch unsere Hilfe anbieten", erklärte das Stadtoberhaupt.

Indes sind am Dienstag rund zwei Dutzend der Verletzten aus Sachsen aus Krankenhäusern in Oberfranken entlassen worden, wo sich am Montag das schwere Busunglück mit 18 Toten zugetragen hatte. Noch am Montag hätten sieben Patienten die Heimreise angetreten, zumeist mit Hilfe von Angehörigen, teilte das Sozialministerium in Dresden mit. Am Dienstag sei für sechs weitere Menschen der Rücktransport mit dem Roten Kreuz organisiert worden. Und auch für den Mittwoch stehe schon ein Rücktransport fest.

Der rbb hatte unterdessen berichtet, dass vier verletzte Brandenburger aus Lauchhammer und Welzow kommen sollen. Bestätigt wurden diese Informationen noch nicht.

Der Tag nach dem Busbrand stand zudem im Zeichen der Ursachenforschung. Überlebende der Katastrophe sollten - soweit möglich - befragt werden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken.

Gegenüber der RUNDSCHAU schilderte der Vorstand des Brandenburger Verbandes der Omnibusunternehmen Frank Rüdiger-Gottschalk, wie die Sicherheit in der Reisebus-Branche gewährleistet werde.