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| 01:10 Uhr

Bush würdigt Erfolge im Kampf gegen Aids

US-Präsident George Bush und sein Frau Laura wurden gestern vom ugandischen Präsidenten Yoweri Kaguta Musevini, seiner Gattin Janet und Kindern des afrikanischen Landes auf dem Flughafen Entebbe begrüßt.
US-Präsident George Bush und sein Frau Laura wurden gestern vom ugandischen Präsidenten Yoweri Kaguta Musevini, seiner Gattin Janet und Kindern des afrikanischen Landes auf dem Flughafen Entebbe begrüßt. FOTO: Foto: dpa
Entebbe/Maputo.. Als vorletztes Land seiner Afrikareise hat US-Präsident George W. Bush gestern Uganda besucht. Foto: dpa

Nach seiner Landung auf dem internationalen Flughafen von Entebbe führte Bush Gespräche mit Staatschef Yoweri Museveni, anschließend besuchte er Opfer der Immunschwächekrankheit Aids. Begleitet wurde die Reise von Differenzen im US-Kongress in Washington über das geplante milliardenschwere Hilfsprogramm für die Aidsbekämpfung in Entwicklungsländern.
Mit Salutschüssen und traditionellen Tänzen wurde Bush auf dem größten Flughafen des zentralafrikanischen Landes begrüßt, auf dem derzeit die internationale Eingreiftruppe für die Demokratische Republik Kongo stationiert ist. Mit Museveni sprach Bush über Handelsbeziehungen sowie über den Konflikt im Norden Ugandas. An der Grenze zum Sudan kämpft seit 1986, dem Jahr des Amtsantritts von Museveni, die Rebellenbewegung LRA für die Unabhängigkeit.

Unterstützung zugesagt
Im westafrikanischen Senegal hatte er am Montag seine erste Afrikareise begonnen. Weitere Stationen waren Südafrika und Botswana. Der Kampf gegen Aids ist eines der Hauptthemen der Reise. Am Donnerstag hatte Bush in Botswana "großzügige" Hilfe im Kampf gegen die Krankheit zugesagt und betont, die USA seien "nicht nur ein mächtiges, sondern auch ein mitfühlendes Land".
Die US-Regierung will in den kommenden fünf Jahren insgesamt 15 Milliarden Dollar in die Diagnose, Behandlung und Prävention von Aids in afrikanischen und karibischen Staaten investieren. Das Repräsentantenhaus hatte dem Plan im April zugestimmt, der Senat im Mai. Im US-Kongress gab es nun aber Differenzen über die Freigabe der ersten Summe: Der für die Auslandshilfe zuständige Ausschuss im Repräsentantenhaus billigte am Donnerstag lediglich die Zahlung von zwei Milliarden Dollar (1,76 Milliarden Euro) im nächsten Haushaltsjahr, eine Milliarde weniger als von Bush angekündigt. Der Senat stimmte hingegen mit klarer Mehrheit für die Zahlung der geplanten drei Milliarden Dollar. Parlamentsvertreter betonen nun, die Summe von 15 Milliarden sei lediglich als Obergrenze oder Richtlinie gedacht gewesen.
Die von U 2-Sänger Bono mitbegründete regierungsunabhängige Organisation Data kritisierte den Streit im US-Kongress. Es sei "zutiefst enttäuschend", dass das Repräsentantenhaus sich "von Amerikas Versprechen abgewandt" habe, indem es Kürzungen der für die Bekämpfung von Armut und Aids vorgesehenen Gelder vorgeschlagen habe, erklärte Data-Präsident Jamie Drummond. "Während in Afrika die Fotoapparate klicken, kürzt das Repräsentantenhaus in Washington Gelder."

Afrikanischer Gipfel
Beim Gipfel der Afrikanischen Union (AU) in Mosambik wurde der frühere malische Präsident Alpha Omar Konaré zum neuen Kommissionpräsidenten gewählt.
Beim Gipfel in der Hauptstadt Maputo wählten die Staats- und Regierungschefs aus mehr als vierzig Ländern Konaré zum Nachfolger von Amara Essy aus Elfenbeinküste, der das Amt ein Jahr lang kommissarisch innehatte. Die AU-Komission hat unter anderem die Umsetzung der Gipfelbeschlüsse zur Aufgabe. Im Mittelpunkt des Gipfels stehen die Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung sowie die Einrichtung eines Panafrikanischen Parlaments und eines Friedens- und Sicherheitsrates. (AFP/kr)