Insgesamt 4300 neue Pädagogen will die rot-rote Landesregierung in dieser Wahlperiode einstellen. Allein zum neuen Schuljahr im Herbst sind mehr als 1000 Neueinstellungen geplant. Das kündigte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag in Potsdam an.

Mit einer finanziellen Zulage soll ein neuer Anreiz für Lehrer hinzukommen, die in weniger beliebte Schulen gehen. Denkbar seien etwa 300 Euro monatlich für drei Jahre, so Baaske. Probleme, Lehrer zu finden, gebe es vor allem im ländlichen Raum.

Der größte Bedarf besteht nach Baaskes Angaben derzeit an Lehrern für Grund- und Oberschulen, dann im Bereich Sonderpädagogik. Gesucht werden vor allem Pädagogen für die Fächer Deutsch, Mathematik, Kunst sowie Musik, Englisch, Sport und Sachkunde.

Das Land sucht mit Online-Anzeigen und einem Fachkräfteportal nach Interessenten. Im vergangenen Jahr wurden etwa 900 neue Lehrer eingestellt. In der gesamten Legislaturperiode waren es 2870. "Ich möchte Lehrer gewinnen, die wirklich für das Fach und die Kids brennen", sagte Baaske.

Kritik kam vom Regierungspartner. "Wir haben schon eine Art Buschzulage, nämlich die Verbeamtung", sagte die stellvertretende Fraktionschefin der Linken, Gerrit Große. "Ich glaube nicht, dass es mit Geld zu regeln ist." Das Hauptproblem an den Schulen seien die derzeit rund 400 Lehrer, die lange Zeit erkrankt ausfielen. Daher sei ein besseres Gesundheitsmanagement nötig. Brandenburg Seite 4