Begründet wurde der Schritt mit Investitionen in Fahrzeuge und Strecken und höheren Kosten für Personal und Energie.

Ein Einzelfahrschein in Berlin (Tarifbereich AB) kostet ab 1. Januar 2,70 Euro statt 2,60 Euro. Auch in Brandenburg/Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus wird der entsprechende Fahrschein zehn Cent teurer und kostet dann 1,50 Euro - was einem Aufschlag um gut sieben Prozent entspricht.

In Potsdam bleibt es bei 1,90 Euro. Eine Monatskarte Berlin AB kostet 79,50 Euro statt bisher 78 Euro. Eine Jahreskarte im Abo kostet 707 Euro statt 690 Euro.

VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel sprach von einer mäßigen Erhöhung. Der Aufsichtsrat beschloss auch, die Preise künftig nach einem Index zu erhöhen. Er bildet hauptsächlich die Verbraucherpreise der zurückliegenden fünf Jahre ab, zu je 8,5 Prozent zudem noch einmal gesondert die Preisentwicklung bei Kraftstoffen und Strom.

Zuletzt waren die Preise im August 2013 gestiegen, damals um 2,8 Prozent. Der VBB ist der letzte der großen Verkehrsverbünde in Deutschland, der in diesem Jahr Preiserhöhungen ankündigt.

Bundesweit steigen die Preise stärker. "Im Schnitt liegen wir für dieses Jahr eher bei 3,5 Prozent", sagte der Sprecher des Verbands der Verkehrsunternehmen, Lars Wagner, am Donnerstag. Die Spanne liegt zwischen 2,6 Prozent in Hamburg und 3,8 Prozent in Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. Fahrgäste im Großraum München zahlen ab Mitte Dezember 3,6 Prozent mehr.

Eine Einzelfahrt in der bayerischen Landeshauptstadt kostet dann wie in Berlin 2,70 Euro statt 2,60 Euro. In Hamburg kostet eine Fahrt im Großbereich 3,10 Euro. Sämtliche Erhöhungen liegen über der vom Statistischen Bundesamt ermittelten allgemeinen Preissteigerung von derzeit 0,8 Prozent. Die kommunalen Verkehrsunternehmen sind für Städte und Gemeinden in der Regel Zuschussgeschäfte. Sie machen gestiegene Personal- und Energiekosten für die Aufschläge verantwortlich. "Neben den Mitteln der Öffentlichen Hand zur Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs sind wir auf steigende Einnahmen aus den Ticketverkäufen angewiesen", sagte VBB-Chefin Henckel.