Deutschland gedenkt und würdigt Helmut Schmidt. Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel trugen sich gestern im Kanzleramt in ein Kondolenzbuch ein. Die Sitzung des Bundeskabinetts begann mit einer Schweigeminute. Gauck ordnete einen Staatsakt zum Gedenken an den Altkanzler an, der am Dienstag im Alter von 96 Jahren gestorben war. Ein Termin wurde nicht genannt.

Die US-Regierung würdigte Schmidt als Leitfigur in einer zentralen Epoche der deutschen Geschichte. "Er war eine feste, sichere Stimme in einer Zeit der Ungewissheit", teilte das Weiße Haus mit. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte bereits am Dienstag Schmidt als "herausragende Persönlichkeit Nachkriegsdeutschlands für die europäische und globale Politik" gewürdigt.

Vor dem Hamburger Rathaus standen Hunderte Bürger im Regen Schlange, um sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Vor Schmidts Haus im Hamburger Stadtteil Langenhorn legten Trauernde Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Schmidts Leichnam wurde vormittags aus dem Haus gebracht. Als der Leichenwagen abfuhr, salutierten Polizeibeamte.