Zudem sollen der Truppe dort TOW-Panzerabwehrraketen sowie zusätzliche Schützenpanzer vom Typ Marder zur Verfügung gestellt werden. "Das sind Grundvoraussetzungen, die geschaffen werden, um dem Auftrag dort auch gerecht zu werden." Am Karfreitag waren drei deutsche Soldaten in Kundus in einem Hinterhalt der Taliban getötet worden. Die Panzerhaubitze ist ein schweres Artilleriegeschütz, das vom Feldlager aus Ziele in einem Umkreis von 40 Kilometern auf 20 bis 30 Meter genau treffen kann. In Masar-i-Scharif sagte Guttenberg anschließend, neben größeren Maßnahmen wie der Verlegung der Panzerhaubitzen würden auch "viele kleinere Punkte" zügig umgesetzt. Einzelheiten nannte er nicht. Der Minister stärkte den deutschen Soldaten in Afghanistan demonstrativ den Rücken. "Mir ist wichtig, den Soldatinnen und Soldaten vor Ort zum einen deutlich zu machen, dass die politische Spitze hinter ihnen steht", sagte er. Zum anderen gehe es darum, der deutschen Öffentlichkeit klar zu machen, was der Einsatz in Afghanistan bedeute. Wichtig sei, "dass man den Soldaten vor Ort nicht vergisst, sondern dass man ihm Unterstützung gibt". Nach dem Tod der drei deutschen Soldaten in Kundus ist die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz in der Bevölkerung laut einer Umfrage weiter gesunken. AFP/kr