CDU/CSU: Die Union will grundsätzlich zügige Hilfe für Griechenland. Kanzlerin Angela Merkel verlangt aber, dass Athen erst ein angemessenes Sparprogramm vereinbart. Grundlage ist die Bewertung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Merkel dringt auf ein längerfristiges Programm, damit sich die Krise nicht wiederholt. Ihr geht es um die Stabilität der Euro-Zone. In der Unionsfraktion fordern immer mehr Abgeordnete, die Privatbanken einzubeziehen.

FDP: Vor allem auf Betreiben von Außenminister Guido Westerwelle hat der FDP-Parteitag Hilfen nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Es soll aber alles vermieden werden, was auf eine ,,Transferunion" nach dem Muster des Länderfinanzausgleichs hinausläuft. Das ist auch der Grund dafür, dass die FDP in der Frage eher auf der Bremse steht. Durchaus gibt es stärkere Kräfte, die gegen Kredithilfen sind.

SPD: Die SPD hat grundsätzlich schon früh die Notwendigkeit deutscher Hilfen befürwortet. Durch Taktiererei und Untätigkeit habe die Koalition wertvolle Zeit vertan, kritisiert die SPD-Spitze. Bloße Milliarden-Ermächtigungen reichten allerdings nicht aus. Flankierend sei eine umfassende Regelung notwendig, um ähnliche Schuldenkrisen zu verhindern. Zudem plädiert die SPD dafür, Privatbanken mit heranzuziehen.

Grüne: Die Grünen haben grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Voraussetzung ist, dass die Regierung transparent über Inhalte und Folgen des Abkommens informiert, über das Europäische Zentralbank, IWF und EU-Kommission verhandeln. Sollte es im aktuellen Verfahren nicht klappen, die Gläubiger heranzuziehen, müsse langfristig dafür gesorgt werden, dass solche Rettungsaktionen nicht nur auf Risiko und zu Lasten der Steuerzahler gingen.

Linke: Linksfraktionsvize Gesine Lötzsch sagte am Donnerstag in Berlin, es sei noch offen, ob ihre Fraktion dem Gesetz zustimmen werde, da bislang noch kein Gesetzentwurf vorliege. Zugleich betonte sie: ,,Wir wollen nicht, dass Banken gerettet werden. Wir wollen Griechenland massiv helfen und den Euro stützen."