Durch die Neuregelung soll die Zusammenarbeit von Kinderärzten, Familienheb ammen, Jugendämtern und Beratungsstellen verbessert werden, um Misshandlungen und Vernachlässigung schon im Vorfeld unterbinden zu können. Das Gesetz soll eigentlich im Januar in Kraft treten, wegen ungeklärter Finanzierungsfragen droht allerdings Widerstand im Bundesrat.

Schröder lobte das Gesetz als „Meilenstein für einen besseren Kinderschutz“, das den Kindern zugute komme, die „auf der Schattenseite des Lebens stehen“. Neben dem Einsatz von Familienheb ammen zur Betreuung von Familien in schwierigen Situationen sieht es vor, dass hauptamtliche Mitarbeiter der Jugendhilfe künftig generell ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müssen, in dem auch Verurteilungen wegen Sexualstraftaten erfasst sind. Zudem können Ärzte ihre Schweigepflicht brechen und das Jugendamt einschalten, wenn sie einen Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohls haben.