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Bundesregierung fordert Manöver-Transparenz

Berlin. Wenige Tage vor der militärischen Großübung Sapad (russisch: Westen) fordert die Bundesregierung von Russland einen offeneren Umgang mit dem Manöver. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums appellierte am Freitag in Berlin, am besten wäre es, wenn Russland "nicht nur Deutschland, sondern auch der Nato oder auch allen Staaten, die unmittelbar davon betroffen sind, einen großzügigen Beobachterstatus einräumen würde und dort auch maximale Transparenz an den Tag legen würde". dpa/pb

Begründete Zweifel müssten ausgeräumt werden, auf provozierendes Verhalten müsse verzichtet werden.

Die Teilnehmerzahl des gemeinsam mit Weißrussland organisierten Großmanövers wurde auf weniger als 13 000 Soldaten beziffert. Sie liegt damit unter der Schwelle, ab der laut OSZE-Regeln ausländische Beobachter zugelassen werden müssen. In der Nato werden aber vor allem Moskaus Angaben zur Größe der Übung als unglaubwürdig betrachtet.