15 Länder brachten den Vorstoß gemeinsam ein. Lediglich Hessen enthielt sich und begründete dies mit juristischen und politischen Risiken des Verfahrens. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) mahnte: "Rechtsextremismus ist eine Schande für unser Land. Wir müssen ihn ächten."

2003 war ein erster Versuch, die NPD zu verbieten, in Karlsruhe gescheitert, weil V-Leute auch in der Führungsebene der Partei tätig waren. Dieses Problem sei ausgeräumt, versichern die Länder. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) sagte, die Materialsammlung gegen die NPD belege zweifelsfrei deren Verfassungsfeindlichkeit. Die Partei vertrete offen rassistische und antisemitische Haltungen und stehe gewaltbereiten Gruppen nahe.