Februar gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hat das Staatsoberhaupt zu einer Rede in der Frauenkirche eingeladen, die damals einstürzte und nach der Wiedervereinigung mit Spenden aus aller Welt wiederaufgebaut wurde. Zu den 1400 geladenen Gästen gehören der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, als Oberhaupt der Kirche von England, und der Herzog von Kent aus Großbritannien sowie diplomatische Vertreter aus den USA, Russland, Polen und anderen europäischen Ländern.

Die Frauenkirche - ihre Ruine war lange Jahre Mahnmal gegen den Krieg - ist seit ihrer Wiedererrichtung aus Trümmern ein Symbol der Versöhnung. Die Themen Gewalt und Frieden bestimmen zahlreiche Veranstaltungen im Vorfeld des Gedenktages. So kommt der Publizist Alfred Grosser im Militärhistorischen Museum mit einer Rabbinerin aus Tel Aviv ins Gespräch. Die Stadt hat zudem Zeitzeugen vom 13. Februar 1945 aufgerufen, gemeinsam mit der Familie ihre Geschichte vom Krieg zu erzählen. Einige von ihnen werden an der Gedenkfeier in der Frauenkirche teilnehmen.

Nach seiner Rede dort wird sich Gauck auch in die Menschenkette einreihen, die sich zum Geläut der Kirchen durch die Innenstadt ziehen soll. Auf diese Weise demonstriert seit 2010 ein breites Bündnis gegen Versuche von Neonazis, das Gedenken für ihre Ziele zu missbrauchen.