Nach Auffassung der Leipziger Richter verstößt das Vorhaben nichtgegen europäisches Vogel- und Naturschutzrecht. Damit blieb dieKlage der Grünen Liga Sachsen gegen denPlanungsfeststellungsbeschluss des Freistaates Sachsen erfolglos.
Der Abschnitt, dessen Bau Anfang der Woche begann, reicht von derAnschlussstelle Dresden-Südvorstadt bis nach Pirna. Die Autobahnsoll bis Ende 2005 durchgehend befahrbar sein. Betroffen von demaktuellen Bau, der nahezu parallel zur Elbe verläuft, sind dieTäler der Nöthnitz, der Lockwitz und der Müglitz. Über sie sollenBrücken hinweg führen. Außerdem kreuzt die Trasse die MeuschaerHöhe.
Die Grüne Liga hatte argumentiert, die Trasse zerstöre Flora- undFaunagebiete vollständig. Die Naturschützer warfen dersächsischen Regierung vor, sie habe die Folgen des Autobahnbausunzureichend geprüft und damit europäische Richtlinien zu sogenannten FFH-Gebieten nicht korrekt beachtet.
Der zuständige 4. Senat teilte die Bedenken der Naturschützernicht. Er stimmte zwar mit ihnen überein, dass es sich umsensible Gebiete handelt. Dies habe die Behörde aber bereits beider Planung berücksichtigt und Schutzvorkehrungen getroffen.
Auch für das anschließende 3. Teilstück der A 17, das von Pirnabis zur tschechischen Grenze reicht, sahen die Bundesrichterkeine unüberwindlichen ökologischen Hindernisse. Wäre dies derFall gewesen, hätte der 4. Senat das bei der aktuellen Frageberücksichtigen müssen, auch wenn noch keine Klage dazu vorliegt.Unstrittig war aber im Verfahren, dass die Trassenführung durchdas Naturschutzgebiet "Böhmisches Mittelgebirge" besonderssensibel sei. (dpa/wie)