In dem Streifen "Ausgebeutet für den Klassenfeind - wie DDR-Zwangsarbeiter für Westfirmen leiden mussten" wurden auch frühere Häftlinge begleitet, die Profiteure ihrer Arbeit zur Rede stellen. Nach einer Studie, die die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, im Juni vorstellte, mussten in der DDR jedes Jahr zwischen 15 000 und 30 000 Häftlinge Zwangsarbeit leisten. Anweisungen, politische Gefangene gegenüber kriminellen Häftlingen schlechter zu behandeln, habe es nicht gegeben.

Laut Gleicke gab es aber Hinweise, dass sie für besonders unangenehme Aufgaben eingesetzt wurden. Nach Schätzungen der Stasi-Unterlagen-Behörde wurden in den 1980er-Jahren mindestens 200 Millionen D-Mark (gut 102 Millionen Euro) jährlich mit Waren umgesetzt, die allein auf der Arbeit von Häftlingen beruhten.