Das teilte BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat am Montag in Potsdam mit. Eisenocker aus dem aktiven und dem Sanierungsbergbau färbt seit Jahren die Spree und viele Gräben in der Region braun.

Der BUND hatte nun Schlamm untersucht, der ausgebaggert und neben Fließen gelagert worden war. Der Wert für Arsen lag darin nach Angaben des BUND bei vier Untersuchungen zwischen 21 und 95 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse. Erlaubt wären lediglich 20 Milligramm bei Material, das als Baggergut wieder in die Umwelt gebracht wird.

Das Eisenocker-Material stammt nach Angaben von Kruschat aus dem Grubenwasser des aktiven Tagebaus der Leag. Er fordert, dass das Umweltministerium als oberste Wasserbehörde den Sachverhalt nun prüfen müsse. Die Grünen im Brandenburger Landtag erhoffen sich nähere Auskünfte dazu bei einem Vorort-Termin des Umwelt- und Energieausschusses Anfang Mai.

Beräumt hatte die Gräben im Rahmen der normalen Unterhaltungsarbeiten der Wasser- und Bodenverband Oberland Calau. "Wir haben bisher keinen Anlass gehabt, dort eine erhöhte Schadstoffbelastung zu vermuten", so Verbandsgeschäftsführer Rainer Schloddarick. Er werde sich nun mit den benachbarten Wasserverbänden abstimmen und der Sache nachgehen, kündigt er an.

Die Grabenberäumung, bei der der BUND die Proben genommen hat, erfolgte unabhängig von der Bekämpfung des Ockers in der Zuständigkeit des Bergbausanierers LMBV. Bei den im Auftrag der LMBV vorgenommenen Beräumungen in hoch eisenbelasteten Fließen wird generell eine Analyse vorgenommen, von deren Ergebnis die Entsorgung abhängt.