Länder und Kommunen haben die Zusage des Bundes begrüßt, sich in der Flüchtlingspolitik ab 2016 dauerhaft an den Kosten zu beteiligen. Mehrere Ministerpräsidenten sowie kommunale Spitzenverbände nannten die Ankündigung am Freitag einen Durchbruch sowie ein Signal für eine Neuausrichtung. Über die Höhe und Details der Bundesbeteiligung soll bis Herbst entschieden werden. Angesichts der Milliardensummen ist hier aber weiterer Streit zu erwarten.

Die ebenfalls zugesagte Verdopplung der Soforthilfen des Bundes auf eine Milliarde Euro in diesem Jahr wurde überwiegend begrüßt, teils aber als unzureichend zurückgewiesen. Kritik kam von Grünen und Linken.

Die zusätzlichen Mittel des Bundes hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehrere Bundesminister bei einem Spitzentreffen am Donnerstagabend mit den Ministerpräsidenten der Länder sowie den Kommunalverbänden in Aussicht gestellt. Details wie schnellere Asylverfahren, die Integration von Flüchtlingen sowie deren Gesundheitsversorgung und der Wohnungsbau sollen bis zu einem Treffen Merkels mit den Länder-Regierungschefs am Donnerstag geklärt werden.