Der Bund hält trotz erheblicher Differenzen vorerst an Hartmut Mehdorn als Chef der Berliner Flughäfen fest. Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba (CDU) sagte am Freitag vor der Aufsichtsratssitzung im brandenburgischen Motzen: „Herr Mehdorn ist unser Vorsitzender (der Geschäftsführung) und er genießt unser Vertrauen, bis irgend etwas anderes entschieden wird. Und das steht momentan nicht an.“

Das Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat ist belastet, seit das Kontrollgremium eine externe Überprüfung der Arbeit Mehdorns veranlasst hat. Mehdorn spricht von „Inquisition“ und „Misstrauenskultur rund um den BER“.

Bei der Aufsichtsratssitzung geht es um den Fortschritt auf der Baustelle für den neuen Hauptstadtflughafen, die Kosten, mögliche Kapazitätserweiterungen und einen Standort für den künftigen Regierungsterminal. „Wir wollen den Flughafen fertig bauen“, bekräftigte Bomba. Es ist aber offen, ob in Motzen ein Eröffnungstermin für den Flughafen verkündet wird. Weil noch immer Baumängel und Planungsfehler abgearbeitet werden, gilt ein Start vor 2017 als unwahrscheinlich.