Als Beweis zitierte er aus einem Brief der SPD-Landtagsabgeordneten Christel Redepenning an Kindertagesstätten-Leiterinnen, Erzieherinnen und Eltern: "Gegenüber dem ursprünglichen Vorhaben des Innenministers des Landes Brandenburg, Herrn Jörg Schönbohm, das eine Rückführung des Rechtsanspruchs auf bundesdeutsches Niveau vorsah, konnten Veränderungen zugunsten unserer Kinder im Gesetzentwurf erreicht werden." Schönbohm sieht dahinter Methode, denn an dem Vorwurf der Kinderfeindlichkeit sei nichts dran: "Ich bin dreifacher Vater und fünffacher Großvater."
D ie Berufung des früheren Belziger Sozial-Beigeordneten Günter Baaske zum Arbeits- Sozial- und Gesundheitsminister erweist sich für die SPD immer mehr als Glücksgriff: Denn der 45-jährige Nachfolger der manchmal sehr lauten Regine Hildebrandt und des zu leisen Alwin Ziel gewinnt auch bundespolitisch an Statur.
E r ist der einzige ostdeutsche Arbeits- und Sozialminister mit SPD-Parteibuch und wirkt deshalb im Hintergrund in diversen Bundesgremien mit. Bundesfamilienministern Renate Schmidt ist nicht die einzige, die "Hugo", so sein Spitzname, in den höchsten Tönen lobt. Dabei redet er wie Regine Hildebrandt nicht um den heißen Brei herum: In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement stellte er jetzt unmissverständlich klar, dass der Osten weiterhin kräftige Unterstützung für den Arbeitsmarkt brauche. Clement solle Gerster, den Chef der Bundesanstalt für Arbeit, auf die Finger klopfen.