Nach dem folgenschweren Unwetter mit einem Toten soll die Bundesgartenschau in Rathenow (Havelland) ab Samstag wieder geöffnet sein. Zunächst werde an den 49 Jahre alten Besucher erinnert, der durch einen herabfallenden Ast ums Leben gekommen war, sagte am Dienstag die Vorsitzende des Buga-Zweckverbandes, Dietlind Tiemann (CDU), die auch Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel ist. „Es war ein unvorstellbares Ereignis“, sagte sie. Das Unglück überschatte die Bundesgartenschau. Zu den Ursachen wollte Tiemann unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nichts sagen.

„Unsere Stadt befindet sich im Schockzustand und trauert“, sagte Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger (CDU). Solch ein Unwetter habe er noch nie erlebt.

Die Aufräumarbeiten gehen nach Angaben des Geschäftsführers des Zweckverbandes, Eberhard Skupch, voran. Etwa 20 bis 25 meist alte Bäume waren bei dem starken Sturm umgestürzt und müssen beseitigt werden. Zur genauen Schadenssumme konnte er noch keine Angaben machen. Am Donnerstag und Freitag werden noch einmal Sachverständige auf dem Gelände in Rathenow die Standsicherheit der Bäume untersuchen.

Eine erneute Begutachtung aller Bäume an den anderen Buga-Standorten Brandenburg/Havel, Premnitz, Stölln und Havelberg sei nicht geplant, hieß es bei den Verantwortlichen. Seit dem Unglück waren diese weiter für Besucher geöffnet.

Die Buga läuft seit April in der Havelregion. Bis Oktober werden 1,5 Millionen Besucher erwartet.