Leider fehlt der Zeitraum, über den diese Summe den Tierschutzvereinen zugute kam. Wenn man 1,2 Millionen durch 25 Vereine teilt, bedeutet das 48 000 Euro/Verein. Legt man einen Zeitraum von 20 Jahren zugrunde, sind das 2400 Euro/Jahr plus Verein.

Mit diesen „Unsummen“ kann kein Verein Tierunterkünfte bauen, wenn er nicht Sponsoren gewinnt und Eigenleistung aufbringt, was sehr schwierig ist. Klar ist natürlich, dass die Lottomittel nicht gleichmäßig verteilt werden, sondern nach Bedarf. Die vielen bürokratischen Hürden und oft mehrmaligen neuen Antragstellungen müssen von Ehrenamtlichen und gegebenenfalls Sponsoren gemeistert werden.

21 Jahre nach der Wende sehen meines Erachtens die Tierheime in Brandenburg überwiegend bescheiden aus; von den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter redet man erst gar nicht. Wenn man dann liest, dass für ein Landesamt für Geologie ein Niedrigenergiehaus im Wert von mehr als drei Millionen Euro gebaut wurde, das in der Woche von Montag bis Freitag von acht bis 16 Uhr besetzt ist, bekommt man schon einige Fragen, zumal Gebäude von Landesämtern leer stehen. Dem gegenüber wird in Tierheimen rund um die Uhr das ganze Jahr gearbeitet.