Statt die Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus Rossendorf nach Ahaus (Nordrhein-Westfalen) zu fahren, sollte das Material bis zum Transport in ein künftiges Endlager in Rossendorf bleiben, forderte das Aktionsbündnis Castor-Stopp aus Dresden gestern. Der Freistaat bemüht sich seit 1995 um einen Abtransport der 18 Castor-Behälter. Nun rechnet die Regierung bis Ende März mit einer Entscheidung.
Sachsens Umweltminister Steffen Flath (CDU) sieht keine Alternative zur Lagerung in Ahaus. Das sei die deutlich günstigere Variante als in Rossendorf ein Zwischenlager zu errichten, sagte Flath unlängst im Parlament. Atomkraftgegner bezweifeln das. Flath solle ein Genehmigungsverfahren für Rossendorf als Zwischenlager beantragen. Das sei nicht teurer als der etwa zwei Millionen Euro teure Transport.
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll nach Ahaus" will am 28. Februar bundesweit bei einem Autobahn-Aktionstag gegen den geplanten Transport protestieren. (dpa/gb)