Der Anwalt der Initiative, Lothar Hermes, erklärte, es gebe "gravierende Mängel" bei dem Flutungsvorhaben, unter anderem fehlten die notwendigen Planfeststellungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen.
Die Anwohner befürchteten zudem eine Umweltgefährdung, weil das steigende Wasser auch Schadstoffe aus einer ehemaligen Deponie am Randes des Tagebaus auswaschen könnte. Die zuständige Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) habe ohne entsprechende Genehmigungen den Wasserstand im Tagebau bereits von 72 auf 95 Meter ansteigen lassen.
Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Leipzig sagte, ein Antrag der Bürgerinitiative auf ein Eilverfahren liege vor. Ziel sei der sofortige Stopp der Flutung. Die Richter würden in den nächsten Wochen entscheiden, ein abschließendes Urteil werde aber mehr Zeit benötigen. (ddp/gb)