Die Schüler wollten aber für ihre Schule kämpfen. Geplant seien ein Bürgerbegehren und eine Demonstration, sagte Elternsprecherin Birgit Hamann. Ihren am Mittwoch begonnenen Streik setzten die Schüler gestern aus. Der Kreistag hatte am Vortag beschlossen, keine siebente Klassen zu genehmigen.
"Wir haben nicht resigniert", betonte Hamann und zeigte sich zuversichtlich, die nach ihren Angaben benötigten 12 000 bis 13 000 Unterschriften für das Bürgerbegehren zusammenzubekommen. Sie kündigte zudem einen Widerspruch gegen den Kreistagsbeschluss an. Die Abgeordneten hätten die Schulkonferenz übergangen. Der Prignitzer Kreistag hatte seine Entscheidung mit deutlicher Mehrheit getroffen.
Der Prignitzer Landrat Hans Lange (CDU) betonte bei der Sitzung, die Schülerzahlen reichten für eine Gesamtschule, eine Oberschule und das Gymnasium in Pritzwalk nicht aus. Bereits Anfang September hatte sich der Kreistag für den Erhalt der Oberschule mit Ganztagsangeboten ausgesprochen.
Der stellvertretende Schulleiter Bernd Frühauf sieht den sozialen Frieden in Pritzwalk bedroht, wenn die Gesamtschule fehlt. "An unserer Schule herrschte Gewaltfreiheit, weil die Schüler gemischt waren", sagte er. "Ich bezweifle, dass Lehrer einen Zugang zu schwierigen Schülern finden, wenn die an anderen Schulen unter sich sind." (dpa/ta)