Das Projekt Bürgerarbeit hat nach Meinung des Chefs der Landesarbeitsagentur, Klaus Schuberth, in Sachsen nicht den erhofften Erfolg gehabt. Jedenfalls nicht in dem Sinne, eine Brücke zum ersten Arbeitsmarkt zu sein. Es habe aber gesellschaftliche Teilhabe gebracht, betonte Schuberth. Arbeit bedeute schließlich nicht nur, Geld zu verdienen.

Bundesweit endet mit diesem Jahr die Bürgerarbeit. In Sachsen sind davon nach Angaben der Landesarbeitsagentur rund 870 Menschen betroffen. Seit dem Jahr 2010 haben im Freistaat insgesamt 4950 Frauen und Männer öffentlich geförderte Beschäftigung in Kitas, Pflegeheimen oder bei der Landschaftspflege gehabt. Das waren zehn Prozent der Gesamtzahl in Deutschland.

Ein Anschlussprojekt gibt es laut Schuberth bisher nicht. Die Politik sei gefordert. Sie müsse entscheiden, welche Beschäftigungsmöglichkeiten sie auf dem zweiten Arbeitsmarkt schaffen wolle, um Menschen, die realistischerweise keine Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, zu integrieren.