In ihrem Papier stellen die Mitglieder des Bündnisses drei Hauptforderungen. An erster Stelle steht die Neuausrichtung der energiepolitischen Ziele, wobei unter anderem der tatsächliche Energiebedarf sowie neue wissenschaftliche und technische Erkenntnisse in die Überlegungen einbezogen werden sollen. Forderung Nummer zwei ist die Förderung der erneuerbaren Energien. Und schließlich fordert das Bündnis den „verbindlichen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung, keine Genehmigung von neuen Tagebauen, angemessenen Abstand der bereits genehmigten Tagebaue zu den Dörfern, Verzicht auf CCS und Einstellung aller vorbereitenden Untersuchungen“, heißt es in der Erklärung .

Zu den Erstunterzeichnern gehört der Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz (CDU) aus Friedersdorf bei Seelow. „Es ist an der Zeit, Grundsätzliches infrage zu stellen“, sagte von der Marwitz in Atterwasch. „Lassen sie uns deutlich machen, was Heimat und Zukunft für uns bedeuten.“ Ein entscheidender Aspekt sei, dass innerhalb des Bündnisses politische und ideologische Banden überwunden werden, so von der Marwitz.

D iese Seite stellte auch Reinhard Jung, Landwirt aus Lennewitz heraus. Jung, zugleich Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg, einem der Hauptinitiatoren des Bündnisses, brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass noch viele weitere Mitglieder gewonnen werden. „Heute sind wir noch ein kleiner Haufen“, so Jung. Aber schon im nächsten Jahr, wenn man sich erneut zum Reformationstag in Atterwasch treffen wolle, rechne er mit mehr Unterstützern .