Wer mitmacht und durchhält, bekommt ein Zertifikat. "Schüler ab der fünften Klasse sollen ein lockeres Angebot erhalten, in Literatur einzusteigen", sagte die stellvertretende Leiterin der Leipziger Städtischen Bibliotheken, Petra Brinkmann, am Dienstag bei der Vorstellung des Projektes. Das Angebot ist kostenlos, die Schüler brauchen keinen Bücherei-Ausweis. Neben den fünf großen Stadtteilbibliotheken in Leipzig beteiligen sich noch Bibliotheken in Chemnitz, Pirna und Döbeln am Buchsommer. Für den Erwerb der Bücher wurden Fördergelder des Bundespräsidenten, je 5000 Euro für Leipzig und die drei kleineren Standorte zusammen, genutzt. Die angeschafften Bücher seien so gewählt, dass sie sich auch für leseferne Jugendliche eignen: kurze, knackige Geschichten, darunter Reihen wie "Die Vampirschwestern". "Wir wollen Freude am Lesen wecken und zeigen, wie viel Spaß das macht, wenn man nicht muss", sagte Projektkoordinator Robert Elsner. Um den Buchsommer für Jugendliche noch interessanter zu machen, gibt es zum Auftakt und zum Abschluss nach den Sommerferien jeweils eine Party. Wie viele Schüler mitmachen werden, wagt derzeit keiner abzuschätzen. Andere Bundesländer hätten mit derartigen "Sommerlese-Clubs" aber gute Erfahrungen gemacht. Der Buchsommer soll in Sachsen langfristig etabliert werden. dpa/mb