Martin Meier und Marcel Jongmanns vom Lehrstuhl Aerodynamik und Strömungslehre sowie der Student des Master-Studiengangs Maschinenbau Robin Stöbel. Die Cottbuser unter Lehrstuhlleiter Prof. Christoph Egbers wurden mit ihrem französischen Partner von der Universität Le Havre mit dem Experiment "PFC-CiC" als eines von 14 Teams aus einer Reihe von französischen Universitäten und Institutionen ausgewählt.

Im Rahmen von insgesamt 96 Parabeln an drei Flugtagen werden durch die Wissenschaftler Versuche zur aktiven Strömungskontrolle und zur Verbesserung des Wärmetransports in einem Zylinderspalt-Experiment mit Hilfe eines künstlichen, elektrischen Kraftfeldes durchgeführt. Dafür wird das BTU-Team am Sonntag nach Bordeaux reisen, um vor den drei Flügen den Experimentaufbau in das Parabelflugzeug einzubauen und dort abschließend zu testen. Das Besondere an den Experimenten während der Parabelflugkampagne ist, dass die Untersuchungen unter (fast) Schwerelosigkeit durchgeführt werden.

Diese Versuchsbedingungen können in dem Parabelflug-Airbus A310 "Zero-G" hergestellt werden, während das Team und der dort montierte Experimentaufbau in den freien Fall versetzt werden. Aus Sicht von Prof. Egbers, der das Experiment leitet, ist dies eine hervorragende Möglichkeit, Experimente, die in der Regel nur mit Hilfe von Simulationen erforscht werden können, unter realen Bedingungen durchzuführen: "Unter diesen professionellen Bedingungen die Verbesserung des Wärmetransportes ohne den Einfluss des natürlichen Auftriebes durch die Schwerkraft auf der Erde zu untersuchen, das ist eine besondere Chance für uns, die nicht viele Wissenschaftler geboten bekommen. Unser Konzept hat die CNES überzeugt."

Der Lehrstuhl Aerodynamik und Strömungslehre begann 2009 mit einer Gruppe von Studierenden und Mitarbeitern der BTU Cottbus ein Parabelflugexperiment zum Thema "Dielektrophoretische Strömungskontrolle von thermischer Konvektion im Zylinderspalt", eine abgeleitete technische Anwendung aus den "Geoflow"-Experimenten, zu entwickeln.

Das Experiment wurde seit September 2009 fünfmal erfolgreich auf Parabelflugkampagnen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt geflogen und dabei immer weiter entwickelt. Zwischenzeitlich arbeitet das Forschungsteam eng mit den französischen Partnern zusammen. Während der Experimentiertage werden auch offizielle Gäste der ESA und der CNES erwartet sowie hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien.