Der Lausitz-Beauftragte von Ministerin Sabine Kunst (parteilos), Thomas Grünewald, macht unterdessen deutlich: Für den Gründungssenat gebe es aufgrund von derzeit gut 40 unbesetzten Professoren-Stellen an beiden Hochschulen "reichlich Gestaltungsspielraum für die Verjüngung des Lehrkörpers". Zudem werde die neue Hochschule selbst darüber entscheiden, ob mehr Professoren oder mehr Mitarbeiter hinzukommen .

Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates zur Entwicklung der Hochschulregion Lausitz, Wolfgang Krüger, bedauert den angekündigten Weggang von Egbers und anderen Professoren. Vor allem deshalb, weil Professor Egbers in der ersten Beiratssitzung erklärt habe, dass er die konstruktive Gesprächsatmosphäre zur Profilierung des Hochschulstandortes Lausitz begrüßt. "Schade", sagt Krüger, "dass nicht die Chancen gesehen werden". Erst jetzt gebe es mit der nachträglichen Entsendung von BTU-Experten in den wissenschaftlichen Beirat die Möglichkeit, über das Profil der neuen Universität zu debattieren.

Lausitz/Elbe-Elster Seite 3