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BTU bekommt Labor für Industrie 4.0

Sicherheit und Zuverlässigkeit in Software und Hardware: Das neue Labor soll Anwendungen besser vernetzen.
Sicherheit und Zuverlässigkeit in Software und Hardware: Das neue Labor soll Anwendungen besser vernetzen. FOTO: dpa
Cottbus. Ein gemeinsames Labor (Joint Lab) wollen die BTU Cottbus-Senftenberg und das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik IHP aus Frankfort (Oder) in der kommenden Woche in Cottbus eröffnen. Es soll zur Sicherheit im "Internet der Dinge" forschen. red/bob

"Industrie 4.0" und das "Internet der Dinge" sind Schlagworte, die derzeit gerne gebraucht werden. Da macht auch die Brandenburgische Technische Universität keine Ausnahme. Bei der Ankündigung ihres neuen Joint Lab mit dem Frankfurter IHP soll es allerdings nicht nur bei schönen Worten bleiben. Die neue Einrichtung soll sich genau darum kümmern, woran es in den Zukunftsvisionen einer neuen vernetzten Welt hapert: Sicherheit und Zuverlässigkeit in Software und Hardware.

"Die Zuverlässigkeit von Anwendungen im Bereich Automatisierungstechnik und ,Internet der Dinge‘ hängt direkt von der Zuverlässigkeit und der IT-Sicherheit ressourcenbeschränkter Systeme ab. Diesen wissenschaftlich und wirtschaftlich kaum zu überschätzenden Themen widmet sich unsere Forschung", erläutert Professor Peter Langendörfer. Der BTU- und IHP-Wissenschaftler soll das neue Institut zusammen mit Professor Heinrich-Theodor Vierhaus vom Lehrstuhl Technische Informatik der BTU leiten. "BTU und IHP arbeiten seit Jahren erfolgreich in der Forschung zusammen. Dabei spielt das IHP für Brandenburg und darüber hinaus in der Kommunikationstechnik eine sehr erfolgreiche Rolle", so Vierhaus. "Mittels der IHP-Kooperation versprechen wir uns, anspruchsvolle industrienahe Projekte zu akquirieren."

Eröffnet werden soll das gemeinsame Joint Lab "Dependable Sensor Networks" am kommenden Dienstag. "Die BTU als einzige Technische Universität des Landes Brandenburg ist für das IHP seit Jahren einer der wichtigsten Partner, vor allem wenn es um die Gewinnung von hoch qualifiziertem Nachwuchs geht. Das Joint Lab selbst fungiert als Multiplikator für eine Vernetzung in der Wissenschaftslandschaft", betont Professor Bernd Tillack, Wissenschaftlich-Technischer Geschäftsführer des IHP. "Wir verknüpfen Grundlagenforschung mit angewandter Forschung und finden so schneller innovative Lösungen. Zudem engagieren wir uns für die Ausbildung künftiger Spitzenkräfte. Das macht das Konzept der Joint Labs so erfolgreich", so Tillack weiter. Die Joint Labs schaffen eine Brücke zwischen der außeruniversitären Forschungseinrichtung IHP und der Ausbildung und Forschung an Universitäten und Hochschulen. Jedes Team arbeitet an spezifischen, zukunftsweisenden Forschungsthemen. Das IHP kooperiert in Brandenburg mit der TH Wildau und der Universität Potsdam sowie mit den Berliner Hochschulen TU und HU. Seit 2014 gibt es Joint Labs mit der TU Poznan und der Sabanci Universität in Istanbul.