Bereits seit vielen Jahren nutzt die Kooperationsgemeinschaft Mammografie den Brustkrebsmonat, um über diese Krankheit aufzuklären. Unter dem diesjährigen Motto "ich bin dabei" stehen Frauen im Mittelpunkt der Kampagne, die sich dazu äußern, warum sie an der Mammografie teilnehmen.

Früherkennung

"Unser Programm ist rundum qualitätsgesichert. Die Mammografie ist zurzeit die einzige für die Erkennung von Brustkrebsvorstufen oder frühen Tumorstadien allgemein als wirksam anerkannte Methode", betont Dr. Tatjana Heinen-Kammerer, Leiterin der Geschäftsstelle der Kooperationsgemeinschaft Mammografie. Das sei ebenso wenig ausreichend bekannt wie die Tatsache, dass eine Krebsfrüherkennung keine Vorsorge ist. "Wir können uns vor der Erkrankung nicht durch eine Untersuchung schützen. Aber wir können sie in einem so frühen Stadium finden, dass die Chance auf Heilung höher ist", sagt Heinen-Kammerer.

Nach Angaben des Deutschen Krebsatlasses erkranken jährlich in Deutschland rund 70 000 Frauen neu: ein Tausendstel der weiblichen Bevölkerung. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Allein in Brandenburg und Sachsen bekommen zusammengerechnet etwa 5500 Frauen pro Jahr die Diagnose Brustkrebs.

Außerdem schätzen viele Frauen den Zusammenhang zwischen Alter und Brustkrebsrisiko häufig falsch ein. Fakt ist, dass das Risiko mit fortschreitendem Alter steigt. Und auch die Sterblichkeitsrate ist nicht zu unterschätzen. Denn in Deutschland erliegen im Jahr etwa 17 000 Frauen dieser Krankheit. In Brandenburg und Sachsen sind es immer noch rund 1250.

Vorgang der Untersuchung

Dabei dauert die Untersuchung nur wenige Minuten. Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren bekommt alle zwei Jahre eine Einladung zur Mammografie. Die Teilnahme ist freiwillig, und die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Bei der Mammografie werden je zwei Röntgenaufnahmen von den Brüsten gemacht. Dazu werden diese zwischen Platten gepresst. Denn je flacher die Brust ist, desto genauer werden die Aufnahmen.

Mammografie in der Lausitz

Auch in der Region gibt es Praxen, in denen die Untersuchungen durchgeführt werden. So gibt es neben der zentralen Stelle in Berlin auch zehn stationäre Standorte in Brandenburg - unter anderem in Cottbus, Königs Wusterhausen und Eberswalde. Damit auch in ländlichen Regionen Frauen die Möglichkeit haben, am Mammografie Screening teilzunehmen, sind insgesamt sechs Mammobile unterwegs, die verschiedene Städte bereisen. Sie sind mit allen nötigen Geräten ausgestattet und dienen als mobiles Untersuchungszimmer. Im Freistaat Sachsen wiederum sind 18 stationäre Standorte vorhanden. Neben den Großstädten gibt es unter anderem auch in Torgau, Großenhain und Görlitz Untersuchungsmöglichkeiten. Dazu besuchen vier Mammobile kleinere Städte und Ortschaften.

Zum Thema:
Wer sich über das Thema Brustkrebs sowie Früherkennung informieren möchte, kann sich kostenlos beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums am Telefon unter 0800-4203040 oder per E-Mail unter krebsinformationsdienst@dkfz.de von Experten beraten lassen. Auch im Internet sind weitere Informationen über die Kampagne, ein Wissensquiz sowie eine Bildergalerie zu finden. www.mammo-ich-bin-dabei.dewww.mammo-programm.de