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| 08:45 Uhr

Brüssel redet jetzt bei Tagebau Cottbus-Nord mit

Cottbus. Im Streit um die Abbaggerung des Lakomaer Teichgebietes (Spree-Neiße) durch den Tagebau Cottbus-Nord wird eine Stellungnahme der Europäischen Kommission eingeholt. Wie Klaus Freytag, Präsident des Landesbergamtes in Cottbus, bestätigte, wurde ein entsprechender Antrag nach Brüssel geschickt. Eig.Ber./sim

Er ist Bestandteil eines wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens, in dem geklärt werden soll, ob die geplante Renaturierung von 280 Hektar Spreeaue zwischen Cottbus und Burg als Ausgleich für die Vernichtung des Teichgebietes ausreicht. Lakoma wurde in die europäische Liste der Flora-Fauna-Habitate (FFH) aufgenommen und steht deshalb unter besonderem Schutz. Der Tagebau Cottbus-Nord liefert jährlich sechs Millionen Tonnen Braunkohle für das Kraftwerk Jänschwalde und soll bis 2015 betrieben werden. Im April wollte die Europäische Union noch keine Stellungnahme zu Lakoma abgeben, weil diese nicht zwingend erforderlich sei. Brandenburg hat jetzt jedoch freiwillig eine Beurteilung angefordert, die in sechs Monaten in Cottbus erwartet wird.