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Brüssel-Millionen für Lausitzer Ideen

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Potsdam. Jetzt heißt es für Vereine und Initiativen in der Lausitz, schnell zu sein. Die Geldtöpfe für die Interreg-Millionen aus der EU-Hauptstadt Brüssel sind wieder aufgefüllt. Mehr als 35 Millionen Euro stehen für lokale Projekte bereit. Jan Siegel

Wenn es um Interreg-Förderung geht, werden die Verantwortlichen in den meisten Lausitzer Kommunen hellhörig. Seit mehr als zwei Jahrzehnten profitieren viele Vereine, Organisationen und Initiativen im Süden Brandenburgs und in Ost sachsen von den attraktiven Programmen, die vor 25 Jahren speziell für die deutsch-polnische Grenzregion erfunden worden sind.

Gefördert werden ausschließlich grenzüberschreitende Vorhaben, an denen Partner aus den Nachbarländern beteiligt sind. Ein lukrativer Vorteil: Mit dem Interreg-Geld unterstützt werden nicht die großen Jahrhundertprojekte der Kreise und Kommunen, sondern die kleinen Ideen und Festivitäten vor Ort.

Vor allem geht es darum, Gelegenheiten der Begegnung zu schaffen, die Bewohner aus der Region beiderseits der Grenze zusammenzubringen. Allein dafür stehen bis zum Jahr 2020 im Land Brandenburg 16 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere 19,2 Millionen Euro können in Brandenburg bis zum 13. Januar kommenden Jahres für Tourismus- und Naturprojekte beantragt werden. Nicht profitieren von diesem Geld können die Nachbarn in den sächsischen Landkreisen Görlitz und Bautzen. Die Landesgrenze ist gleichzeitig auch die Grenze einer Förderregion.

Für Projekte in Sachsen aber stehen weitere Millionen aus Brüssel zur Verfügung. Denn der Freistaat bildet mit seinen polnischen Nachbarn eine eigene Region bei der Interreg-Förderung aus Brüssel.

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