Juni auf Listen von Parteien wie den Grünen und der SPD, gab Welterbe-Sprecher Thomas Löser am Dienstag bekannt. Die Bewegung zum Erhalt des Welterbetitels sei auch zu einer kommunalpolitischen Kraft geworden. In Dresden bestehe ein Widerspruch zwischen einem "selbst formulierten Anspruch als Kulturstadt von europäischer Bedeutung und dem tatsächlichen Verhalten vieler politischer Entscheidungsträger", hieß es. "Wir alle haben unseren Anhängern empfohlen, je nach parteipolitischer Ausrichtung aktiv den Weg in das Dresdner Stadtparlament zu suchen. Unser Anspruch ist eine Verankerung des Welterbegedankens und seiner universell gültigen und von der internationalen Staatengemeinschaft formulierten Ideen in allen Dresdner Stadtratsfraktionen", sagte Löser. Es gehe darum, einen neuen Geist und einen kulturvollen Umgang im Stadtparlament zu befördern. Löser zufolge sind derzeit verschiedene Initiativen für das Welterbe dabei, sich zu einem Netzwerk zusammenzuschließen. Das Bündnis strebe weiter einen Bürgerentscheid für einen Tunnel statt der Brücke an, sagte Löser. Notfalls werde man ihn auch in fünf Jahren noch bis zur letzten Instanz juristisch einzuklagen versuchen. Die Stadt Dresden lehnt einen neuen Entscheid ab. Im Herbst 2008 waren mehrere Naturschutzverbände mit Klagen gegen die Brücke gescheitert. Acht Klagen von Grundstückseigentümern, Anwohnern und Gewerbetreibenden stehen aber noch aus. Der Streit um die 160 Millionen Euro teure Brücke entzweit die Dresdner seit Jahren. Die Unesco-Kommission will das Elbtal von der Welterbeliste streichen. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. dpa/mb