Die Brücken befinden sich nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) auf einer Liste von Baumaßnahmen an den Bundeswasserstraßen, für die der Haushaltsausschuss des Bundestags Anfang November insgesamt 140 Millionen Euro einplante. Endgültig soll der Ausschuss diese Mittel am Mittwoch freigeben.

Um die Brücken an der Havel-Oder-Wasserstraße hatte es im Sommer Streit gegeben, weil der Bund zwar 285 Millionen Euro in den Ausbau des Schiffshebewerks Niederfinow für den zweilagigen Containerverkehr nach Stettin investierte. Doch entsprechend beladene Frachtkähne passen bislang nicht durch die Eberswalder Straßenbrücke und die benachbarte Klosterstraßenbrücke. Die seit Langem geplante Anhebung beider Brücken verzögerte sich immer wieder.

Entsprechend begrüßten Binnenschiffer und Landespolitiker am Wochenende die nun erfolgte Priorisierung der Baumaßnahmen in Eberswalde. "Das Bundesverkehrsministerium fördert an den Flüssen und Kanälen keine Luxus- oder Prestigeobjekte, sondern hat eine sinnvolle Liste an geeigneten und notwendigen Baumaßnahmen an solchen Bundeswasserstraßen vorgelegt, die tatsächlich Baureife haben", sagte der Präsident des BDB, Georg Hötte. "Hier können die zusätzlich zur Verfügung gestellten Gelder effektiv genutzt werden."

Erfreut äußerten sich auch Vertreter der Landtagsfraktionen von CDU und FDP. "Die letzten beiden Engpässe der Wasserstraße werden damit behoben", sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Rainer Genilke. "Ich freue mich, dass sich damit auch die vielfälligen Aktivitäten in der Region ausgezahlt haben", sagte FDP-Landeschef Gregor Beyer der RUNDSCHAU. So habe der Eberswalder Bürgermeister etwa den parlamentarischen Staatssekretär Jan Mücke zu einem Vor- Ort-Termin eingeladen.