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Brücken nach Polen und Ungarn bauen

Stanislaw Tillich, Sachsens Ministerpräsident und noch bis 31. Oktober Bundesratspräsident
Stanislaw Tillich, Sachsens Ministerpräsident und noch bis 31. Oktober Bundesratspräsident FOTO: dpa
Potsdam. Brandenburg betreibt mit Polen intensiven Austausch. Bei einer Reise nach Breslau will Ministerpräsident Dietmar Woidke einen neuen Partnerschaftsvertrag unterschreiben. Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich ist indes in Ungarn. dpa/bl

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will mit einer Reise nach Polen die Beziehungen zum Nachbarn ausbauen. In Breslau (Wroclaw) will er heute eine Erklärung zur künftigen Zusammenarbeit unterschreiben. "Brandenburg ist sehr daran interessiert, mit Niederschlesien als einer wirtschaftlich aufstrebenden Woiwodschaft die wirtschaftlichen Kontakte auszubauen", sagte er gestern. "Regionale Zusammenarbeit ist und bleibt ein stabiles Fundament der deutsch-polnischen Zusammenarbeit." Ein wichtiger Pfeiler sei aber auch der Jugendaustausch, betonte Regierungschef Woidke. "Brandenburg fördert seit 2015 Schulfahrten in Verbindung mit Gedenkorten nach Polen", sagte er. "Gerade in Kreisau in Niederschlesien können junge Menschen viel über die deutsch-polnischen Beziehungen erfahren."

Sachsens Regierungschef und Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (CDU) weilt derweil in Ungarn. Vor dem Hintergrund des Streits um die EU-Flüchtlingspolitik will er für Verständigung werben. Er wolle seine Rede vor der Nationalversammlung dazu nutzen, "Ungarns Beitrag für die deutsche Einheit zu würdigen und für mehr aktuellen Dialog zu werben und damit Brücken zu bauen", sagte Tillich gestern. Besuchsanlass sind die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Volksaufstandes in Ungarn.

Dietmar Woidke, Brandenburgs Ministerpräsident und Polen-Koordinator der Bundesregierung
Dietmar Woidke, Brandenburgs Ministerpräsident und Polen-Koordinator der Bundesregierung FOTO: dpa