In einem BBC-Interview widersprach er am Montag der Einschätzung, dass der Abzug aus der zweitwichtigsten Stadt des Irak eine „Niederlage“ sei.

Die nun auf der letzten verbliebenen britischen Truppenbasis am Airport außerhalb von Basra stationierten 5500 Soldaten hätten immer noch die Fähigkeit, in der Stadt einzugreifen, erklärte Brown. Zuvor war laut BBC in US-Militärkreisen die Einschätzung geäußert worden, die Briten hätten sich im Irak „geschlagen gegeben“. Brown betonte, dass Großbritannien weiterhin seine „Verpflichtungen gegenüber dem irakischen Volk und der internationalen Gemeinschaft“ erfüllen werde.

Der Oberkammondierende der irakischen Truppen in Basra, Generalleutnant Mohan al-Firedschi, bestätigte nach Angaben der britischen Agentur PA, dass nun irakische Truppen die Kontrolle über die Militärbasis im Palast von Basra übernommen haben. „Wir haben jenen (Milizen), die gegen die britischen Soldaten kämpfen, gesagt, dass nun irakische Kräfte in dem Palast sind.“

Die Briten waren in den vergangenen Monaten in Basra verstärkt mit Straßenbomben und Raketen angegriffen worden. Allein seit Mai wurden dort 22 britische Soldaten von Aufständischen getötet. Mit der Aufgabe des Basra-Palastes sei die rund vierjährige Präsenz britischer Soldaten in irakischen Stadtgebieten vollständig beendet worden, hieß es bei der BBC. Alle anderen Stützpunkte in Basra und anderen Orten hatten sie bereits geräumt und an irakische Kräfte übergeben.