Bush sagte am Montagabend bei einer außenpolitischen Grundsatzrede in London, der Konflikt im Irak müsse als Teil einer Gesamt-Nahost-Strategie gesehen werden.
"Ein Großteil der Antwort in Bezug auf den Irak liegt nicht im Irak selbst, sondern außerhalb, in der Region, wo die gleichen Kräfte an einem Strang ziehen", sagte er mit Blick auf Syrien und den Iran. Insbesondere müsse auf den Iran Druck ausgeübt werden, sagte Blair. Dieser dürfe weder im Irak noch anderswo für Aufruhr sorgen.
Anders als im Vorhinein angekündigt forderte Blair nicht ausdrücklich eine größere Einbindung von Syrien und Iran in die Bemühungen um eine Lösung der Irak-Krise. Während Syrien in der Endfassung der Rede kaum mehr vorkam, bot Blair dem Iran eine "strategische Wahl" an: entweder dem Westen zu helfen oder sich mit einer wachsenden Isolation abzufinden.
Als zentral für die Lösung der Probleme im Nahen Osten nannte Blair den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Dieser müsse zuallererst beigelegt werden. (AFP/uf)