Es soll in der neuen Dauerschau ab Mai den Aufwand zeigen, den der "Sächsische Sonnenkönig" für die barocken Hoffeste auf dem Königstein betrieb.

"Der Wagenzug illustriert die märchenhafte Opulenz des augusteischen Zeitalters", sagte Direktorin Angelika Taube. Dies sei ein wichtiger Teil der Ausstellung "In lapide regis - Auf dem Stein des Königs" zur rund 800-jährigen Geschichte der berühmten Wehranlage von der böhmischen Burg im Mittelalter über den Festungsbau bis zur Gründung des Museums.

Wells, der sich mit Modellen unter anderem für das Londoner Theater "Shakespeare's Globe" einen Namen machte, formte die Kutschen, Soldaten, Landleute und die Hofgesellschaft, Wagenladungen mit Teilen der Hofküche, der Kellerei und Konditorei sowie Möbeln aus Glasfaser, Harz, Schaumstoff, Messing und Wachs. Die Kleidung der Figuren ist teils üppig bestickt, ebenso wie die Satteldecken einiger Pferde. Als Vorlagen dienten auch Canaletto-Gemälde oder ein Gepäckwagen des berühmten Monarchen. Im Original wäre der berühmte Kutschenzug 120 Meter lang.