Das OVG hatte im Frühjahr entschieden, dass den Tagebau-Gegnern kein Klagerecht gegen den erlassenen Braunkohleplan zustehe. Klagen könnten sie allenfalls gegen spätere bergrechtliche Betriebspläne.

Diese OVG-Entscheidung wollen die Kläger nun in Leipzig anfechten. Bei einer Umsetzung der Pläne für Nochten II müssten rund 1600 Menschen umgesiedelt werden.

Am heutigen Freitag wollen Umweltverbände in Potsdam eine vorbereitete Normenkon-trollklage gegen den Braunkohlenplan Welzow-Süd II vorstellen, die beim OVG Berlin-Brandenburg eingereicht werden soll. Am Verwaltungsgericht Cottbus waren die Braunkohle-Gegner in erster Instanz gescheitert. Durch Welzow-Süd II droht 900 Menschen die Umsiedlung.

Der Vattenfall-Konzern, der die Lausitzer Tagebaue betreibt, hat die Umsiedlungsvorbereitungen in Nochten gestoppt und bereitet den Verkauf der Sparte vor.