Hauptgeschäftsführer Holger Eichele bemängelte am Montag bei einer Anhörung im Umweltausschuss, dass nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zwar Wasserschutzgebiete, Heilquellen und Gebiete, aus denen Trinkwasser für die öffentliche Versorgung stammt, bundesweit durch ein Verbot vor den Tiefbohrungen geschützt sind, nicht aber die Wassereinzugsgebiete für die Lebensmittel- und Getränkeherstellung. Hier sieht das Gesetz vor, dass die Länder entscheiden. Einen "Länderflickenteppich" dürfe es nicht geben, sagte Eichele und forderte eine einheitliche Regelung. "Wir halten eine derartige Ungleichbehandlung für untragbar und nicht nachvollziehbar." Sie sei den Bürgern nicht zu vermitteln.

Bei Fracking wird Öl oder Gas mit einer neuen Technik gefördert, bei der Wasser, eventuell mit Zusatzstoffen, in die Lagerschichten gepresst wird, um sie besser ausbeuten zu können. Die Regierung will Pilotprojekte unterhalb von 3000 Metern außerhalb von Trinkwasserschutzgebieten unter bestimmten Bedingungen zulassen.

Die Brauer haben sich einem Bündnis von rund 1000 Getränkeunternehmen angeschlossen, die schärfere Restriktionen verlangen. Deutschen Brauereien verbrauchen jährlich rund 35 Milliarden Liter Wasser, um rund 9,5 Milliarden Liter Bier zu erzeugen.