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| 02:53 Uhr

Branitzer Park kämpft ums Weltkulturerbe

Pyramide im Branitzer Park am 30.09.12 in HDR
Pyramide im Branitzer Park am 30.09.12 in HDR FOTO: Ralf Kimpel
Cottbus. Das Land Brandenburg setzt bei Bewerbungen um die Aufnahme ins Unesco-Weltkulturerbe ganz auf das Fürst-Pückler-Ensemble Park und Schloss Branitz. Eine große Ausstellung – gemeinsam mit Bad Muskau und dem polnischen Muz´akowski – soll Pücklers Parks europaweit bekannter machen. Christian Taubert

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz hat grünes Licht aus Potsdam. Das Land will für die neue Tentativliste, die die deutschen Bewerber für die Aufnahme ins Unesco-Welterbe festschreibt, allein mit Branitz ins Rennen gehen.

Stiftungsdirektor Gert Streidt muss bis Ende Januar 2013 den Antrag eingereicht haben, der darüber entscheidet, ob Brandenburg mit dem Pückler-Ensemble am Stadtrand von Cottbus auf die deutsche Tentativliste kommt. Begutachtet wird der Antrag von der Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder im Juni. Aus dieser Liste, die aus alten und neuen Antragstellern besteht, werden die deutschen Welterbe-Kandidaten für 2014 durch die KMK bestimmt. "Allerdings", erläutert Streidt, "müssen die Bewerber mindestens ein Jahr lang auf der nationalen Liste platziert sein."

Dass Branitz Bestandteil der bereits mit dem Welterbe-Gütesiegel bedachten Parks in Bad Muskau und dem polnischen Muz´akowski werden könnte, ist die Hoffnung der Antragsteller. "Wir können nur eine überzeugende Offerte vorlegen", erklärt Streidt gegenüber der RUNDSCHAU. Hierbei sei man auf einem guten Weg. Dazu gehöre auch, dass eine Landesstiftung "Branitz" gegründet werde. Denn der Bund wolle wie beim Kloster Neuzelle oder den Preußischen Schlössern einen Verhandlungspartner.

Unterdessen wird die Zusammenarbeit mit Bad Muskau/Muz´akowski immer besser verzahnt. "Das Machbare auch zu tun - das ist wichtig", sagt Michael Kretschmer, Vorsitzender des Fördervereins der Park-Stiftung in Bad Muskau (Kreis Görlitz). Neben touristischen Aktivitäten verweist er darauf, dass eine große gemeinsame Ausstellung vorbereitet werde. Sie soll Pückler und seine Leistungen auch europaweit noch bekannter machen. Wie Gert Streidt bestätigt, sind als Ausstellungsorte Warschau, Berlin, München und London anvisiert.