Zwei seiner Kollegen, die Ärzte und Landtagsabgeordneten Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) und Michael Schierack (CDU), reanimierten ihn mehrfach - am Ende waren aber alle Bemühungen der Mediziner erfolglos.

Ness galt als einer der Architekten der Potsdamer rot-roten Koalition und enger Vertrauter vor allem des ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. "Ich habe einen guten Freund und langjährigen politischen Weggefährten verloren", erklärte ein geschockter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag. "Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. " Ness sei insbesondere der Ausgleich zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Land ein wichtiges Anliegen gewesen. "Dass es in Brandenburg zur rot-roten Koalition kam und dass sie gut und erfolgreich arbeitet, war sehr wesentlich ein Verdienst von Klaus Ness", sagte Linken-Fraktionschef Ralf Christoffers.

Der aus Peine in Niedersachsen stammende Ness lebte zuletzt in Senftenberg. Er war mit der früheren Landtagsabgeordneten Martina Gregor-Ness verheiratet. Ness war 1991 als Referent des Landesverbands der SPD nach Brandenburg gekommen. 1994 wurde er Landesgeschäftsführer, 2006 Generalsekretär der Landes-SPD. Im August 2013 wurde er Vorsitzender der Landtagsfraktion. In der Partei galt er als Stratege, der Wahlkämpfe organisierte, und Strippenzieher im Hintergrund.

Im Landtag setzte er sich besonders für den Kampf gegen den Rechtsextremismus ein, als einer der Ersten warnte er in Brandenburg vor dem Abgleiten der AfD in den Rechtsradikalismus. Auch seine letzte Rede, die Ness am Mittwoch in der "Aktuellen Stunde" des Parlaments hielt, hatte die Integration von Flüchtlingen zum Thema.