Bei einer Sondersitzung des Landesvorstands am Freitagabend wurde ferner beschlossen, auf einem Parteikonvent am 26. Oktober über die Folgen des Ausscheidens der Partei aus dem Bundestag zu beraten. Daneben soll es eine telefonische Mitgliederbefragung geben. "Wir befinden uns in Brandenburg in der besonderen und leider nicht einfachen Lage, dass uns die annähernd unmittelbar bevorstehenden Wahlen fast keine Denk- oder Verschnaufpause gönnen", so Beyer. Da die Bundespartei den neuen Bundesparteitag auf den 7. Dezember gelegt habe, werde die Partei nun bereits am 30. November die Landesliste für die Landtagswahlen 2014 beschließen. Am Wochenende veröffentlichten Beyer und der Fraktionsvorsitzende Andreas Büttner zudem eine Denkschrift, in der sie ihrer eigenen Partei "sich permanent aneinander reihende Fehler" seit der Bundestagswahl 2009, dazu einen "suboptimal" aufgestellten liberalen Teil der Bundesregierung und den "Verzicht auf Umsetzung von Wahlversprechen" attestieren. Vor der jüngsten Bundestagswahl habe es einen "operativ mangelhaften Wahlkampf" gegeben, in der die Liberalen durch eine bloße Zweitstimmenkampagne freiwillig ihren Stolz aufgaben. Nötig sei deswegen nun ein "eigenständiges liberales Profil".

Für die Landtagswahl 2014 kündigten Beyer und Büttner an, als Doppelspitze die FDP erneut in den Potsdamer Landtag führen zu wollen. Dabei wolle man aber keine strategischen Optionen ziehen, sondern zeigen, dass die Liberalen zu ihren Grundsätzen stehen und in jeder Rolle Verantwortung übernehmen.

Bei der Bundestagswahl hatte die zurzeit mit sieben Abgeordneten im Potsdamer Landtag vertretene FDP in Brandenburg lediglich 2,5 Prozent der Zweitstimmen erhalten.