Zwischen Brandenburger Lehrerschaft und Bildungsministerium ist es nach den jüngsten Lehrerprotesten zum offenen Streit gekommen.

Nachdem Bildungsminister Günter Baaske (SPD) den Lehrervertretern die Schuld am Scheitern der Tarifverhandlungen im Juli zugewiesen hatte, fordert der Hautpersonalrat des Bildungsministeriums in einem Offenen Brief an den Minister konkrete Aufklärung. Denn nach Auffassung der Gewerkschaften habe die Arbeitgeberseite für den Abbruch der Verhandlungen gesorgt. Deshalb sei bei den Lehrerprotesten und jetzt in dem Brief gefordert worden, "dass Sie (der Minister/d.Red.) sich vom Ministerpräsidenten ein Verhandlungsmandat erwirken", um ergebnisorientierte Verhandlungen aufzunehmen. "Ziel muss es sein, für alle Beschäftigungsgruppen gleichermaßen Ergebnisse zu erreichen", heißt es in dem Schreiben. Zudem wird dem Minister vorgeworfen, sich nicht ernsthaft mit den Anliegen der Lehrerschaft zu beschäftigen.

"Offensichtlich ist Ihnen die Belastungssituation im Lehrerbereich nach wie vor nicht bewusst", wird dem Minister in dem Brief vorgeworfen, um zugleich darauf zu verweisen, dass so der Wettbewerb um Lehrkräfte nicht zu gewinnen sei. Vielmehr müssten die finanziellen wie die allgemeinen Rahmenbedingungen für die Arbeit an Brandenburger Schulen wesentlich verbessert werden.