Auf dem letzten Platz liegt Sachsen-Anhalt.

Am besten steht Bremen da: In der Hansestadt kümmert sich eine Erzieherin um halb so viele Kinder. Der von der Bertelsmann Stiftung empfohlene Personalschlüssel ist entsprechend, 1:3 im Erzieher-Kinder-Verhältnis. Stiftungsvorstand Jörg Dräger sagte: "Für alle ostdeutschen Bundesländer gilt: Der Ausbau der Kita-Plätze ist weit vorangeschritten, aber in Qualität muss erheblich mehr investiert werden." Für die Qualität von frühkindlicher Bildung sei es von entscheidender Bedeutung, wie viele Kinder eine Erzieherin betreuen müsse, heißt es weiter. Bei den Kindern zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt nehmen in Brandenburg mehr als 96 Prozent eine Kindertagesbetreuung wahr.

Auch in den Kindergärten aber sei die Personalausstattung mit 1:10,9 schlechter als im Bundesdurchschnitt. Die Stiftungsempfehlung liegt bei 1:7,5. Im Vergleich der östlichen Bundesländer habe Brandenburg damit aber immerhin das zweitbeste Ergebnis, knapp hinter Thüringen. Gut schneidet das Kita-Personal im Osten bei der Qualifizierung ab: In Brandenburg haben laut dem "Länderreport" mehr als 92 Prozent mindestens einen Abschluss als Erzieherin. Im Westen sei dies durchschnittlich bei nur 72 Prozent der Fall. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2012. Ausgewertet wurden unter anderem Daten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Am 1. August tritt in Deutschland der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Kraft. In der Studie wird auch betont, dass im Westen der Personalmangel in der Kinderbetreuung die Erfüllung des Rechtsanspruchs erschwere. Im Osten sei der Bedarf nach zusätzlichen Kita-Plätzen zwar deutlich geringer, aber die Betreuungsrelation ungünstiger.