Kritik äußerte Vogel an der Reise einer Gruppe von Lausitzer Sozialdemokraten nach Stockholm. "Die SPD hat ihr Pulver zu früh verschossen", so der Grünen-Politiker, der zusammen mit einer Delegation der sächsischen Grünen erst im Januar 2015 nach Stockholm fahren will.

Die rot-grüne schwedische Regierungskoalition habe eine paritätisch mit Ministern der Sozialdemokraten und der Grünen besetzte Arbeitsgruppe gebildet, die zunächst einmal Einsicht in die Unterlagen von Vattenfall nehmen wolle. "Erst wenn das erfolgt ist, wird politisch über Vattenfall diskutiert", sagt Vogel. "So haben wir es jedenfalls von den schwedischen Grünen erfahren."

Vogel betonte gegenüber der RUNDSCHAU, dass sich die Grünen in Brandenburg und Schweden beim Thema Vattenfall einig seien. Allerdings seien in Schweden auch noch andere energiepolitische Themen, etwa der Ausstieg aus der Kernkraft, zu diskutieren.

SPD-Vertreter aus Brandenburg und Sachsen hatten am Montag politische Gespräche in Stockholm geführt. Dabei war deutlich geworden, dass die schwedische Sozialdemokratie und ihre Umfeldorganisationen noch keine klare Linie für den weiteren Umgang mit Vattenfall und dem Kohlebergbau in der Lausitz entwickelt haben.

Nach der schwedischen Reichstagswahl am 14. September hatten Ankündigungen eines Kohleausstiegs in Deutschland für Aufsehen gesorgt.