Bereits 2003 habe es eine erste Bürgerbefragung zum Erscheinungsbild der Polizei gegeben. Seither hätten sich die öffentlichen Noten deutlich verbessert. So schätzten heute 70 Prozent der Befragten die Polizei als höflich ein, während es vor fünf Jahren 68 Prozent gewesen seien.
Besonders wichtig ist es laut Schönbohm, dass inzwischen 46 beziehungsweise 43 Prozent der Befragten der märkischen Polizei mehr Professionalität und schnelles Handeln attestierten. 2003 seien das erst jeweils 42 Prozent gewesen. Die Bürgerzensuren bestätigten damit die Richtigkeit der Modernisierung der Landespolizei, wie Schönbohm betonte. Er verwies darauf, dass die Personalstärke seit 2003 durch Stellenstreichungen um 515 Beamte auf 9524 Polizisten gesunken sei.
Die Befragung im Auftrag des Innenministeriums unternahm das Institut für Marktforschung in Leipzig. Sie lief vom 14. April bis zum 16. Mai 2008 und erfolgte nach dem Zufallsprinzip, wie Projektleiter Tobias Kobe sagte. Verringert habe sich im Land die Befürchtung, in den nächsten zwölf Monaten selbst Opfer schwerer Straftaten oder von Verkehrsunfällen zu werden. Hatten davor vor fünf Jahren noch 32 bzw. 31 Prozent der Befragten Angst, so seien es heute 28 beziehungsweise 29 Prozent.
Bei den Ergebnissen der Umfrage gebe es regionale Unterschiede, erklärte Schönbohm. Diese müssten in den nächsten Wochen gründlich ausgewertet werden. Die deutlich verstärkten Tempo- und Alkoholkontrollen auf den Straßen hätten dem Ansehen der Polizei nicht geschadet. Die Mehrzahl der Bürger habe dafür Verständnis.