Laut aktuellem Krankenhausreport der BARMER GEK lag Brandenburg 2014 mit 233 Krankenhausfällen und 1739 Krankenhaustagen pro eintausend Versicherten deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 219 Fällen und 1674 Tagen. Die sächsischen Versicherten kamen dagegen nur auf 211 Fälle und 1600 Tage.

Entsprechend deutlich fällt der Unterschied in den Krankenhauskosten aus. In Brandenburg musste die Kasse, die etwa ein Fünftel der gesetzlich Versicherten vertritt, 843 Euro pro Versicherten bezahlen, in Sachsen waren es dagegen jedoch nur 797 Euro.

Die vergleichsweise hohe Zahl an Krankenhauspatienten in Brandenburg habe vermutlich mehrere Ursachen, sagt die Brandenburger Landesgeschäftsführerin Gabriela Leyh. Die geringere Arztdichte im Land führe vermutlich im Zweifel eher zu einem stationären Aufenthalt.

Auffällig sei auch, dass in Brandenburg 14 Prozent mehr Tumorpatienten behandelt werden als im Bundesdurchschnitt. Auch bei stationärer Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen liege Brandenburg sieben Prozent über dem bundesweiten Mittelwert.

Bundesweit hat die Fallzahl der stationären Behandlungen in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt um etwa sieben Prozent zugenommen. Die Zahl der Behandlungstage und die durchschnittliche Verweildauer ging im gleichen Zeitraum zurück.