Mit dem Fachwissen der Mediziner seien 95 Prozent der Märker zufrieden, ergab eine repräsentative Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg gestern weiter mitteilte, hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der KBV von Mai bis Juni 6114 zufällig ausgewählte Männer und Frauen zwischen 18 und 79 Jahren in Deutschland telefonisch befragt.
Erfreut zu den Umfrageergebnissen äußerte sich der KV-Vorsitzende Hans-Joachim Helming. Sie verdeutlichten, wie engagiert die rund 3200 niedergelassenen Ärzte in Brandenburg ihre Patienten versorgten, hieß es in einer Stellungnahme. Dies gelte trotz chronischer Unterfinanzierung und weit über dem Bundesdurchschnitt liegender Patientenzahlen. So habe die Hälfte der befragten Brandenburger in der KBV-Umfrage angegeben, gar nicht auf einen Arzttermin gewartet zu haben. Andererseits hätten sich 18 Prozent der märkischen Patienten bis zu drei Wochen oder länger gedulden müssen.
Fast die Hälfte der Befragten habe über gestiegene Ausgaben für die medizinische Versorgung und höhere Krankenkassenbeiträge geklagt, ergab die Befragung. Im Gegenzug meinte lediglich ein Prozent, durch die jüngste Gesundheitsreform habe sich die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert. 81 Prozent bemerkte keine Veränderung; für 13 Prozent verschlechterte sie sich sogar. (dpa/mb)